Das Europa-GPS

Die Politiker in der Europäischen Union hatten im Jahr 2003 beschlossen, ein eigenes GPS-System von Satelliten zu installieren. Damit wollte man sich unabhängig vom bestehenden GPS-Netzwerk machen, das unter amerikanischer Kontrolle steht. Man befürchtete nicht zu Unrecht, dass die USA in Krisenfällen die Kontrolle über das GPS-System ausnutzen könnte. So können sie es zum Beispiel unscharf schalten. Damit wird eine Positionsbestimmung nicht mehr meter- oder gar kilometergenau möglich.

Das Europäische Galileo Netzwerk umfasst mittlerweile 26 Satelliten, bis 2021 soll die Endzahl von dreißig erreicht werden. Die Positionsbestimmungsgeräte werden mit Ariane-6-Raketen der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA in den Orbit transportiert. Neben den EU-Staaten sind auch China, Saudi-Arabien und Russland am Projekt beteiligt. Die Russen haben vierzehn Galileo-Satelliten in den Weltraum befördert.

Viele Handys können Galileo-Daten empfangen

Schon mit den bisherigen Satelliten ist das Galileo-System eingeschränkt funktionsfähig und wird genutzt. So sind zum Beispiel alle iPhones ab der Version 6 in der Lage, ihre Position mit Galileo-Daten metergenau zu bestimmen. Auch einige Samsung und Huawei-Smartphones können die Daten empfangen. Das Mi8 von Xiaomi kann sogar Daten verarbeiten, die eine Positionsbestimmung auf bis zu dreißig Zentimeter ermöglichen.

Bei der Navigation haben viele Firmen ebenfalls begonnen, ihre Geräte auf Galileo anzupassen. So arbeiten einige Garmin-Navis, aber auch Navia mit Chips, die die Satelliten-Daten decodieren können. Viele Anbieter von Hart- und Software für Fahrzeugflotten habe mittlerweile auf Galileo-Daten umgestellt, weil diese präziser sind. Autohersteller können Galileo für Notrufsysteme verwenden. Wird ein Notruf abgesetzt, kann über das Satelliten-Netz die genaue Position des Anrufers bestimmt werden.

Wer gerne beim Sport wissen will, wie lange und wo genau sie oder er gelaufen ist, kann die EU-Daten aus dem All auch auf ihrer oder seiner Smartwatch anzeigen lassen. Die neuen Apple-Uhren arbeiten ebenso mit dem Netzwerk wie Geräte von Huawei und Samsung. Interessant ist auch die Anwendung in Crash-Helmen: Stellen diese einen Unfall fest, wird automatisch ein Notruf abgesetzt und die Galileo-Position übermittelt.

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